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Ressourcenschonung durch Fassadenschutz

|   Branchenziel 4

Filmschutzmittel bewahren Häuserfassaden und Gebäudeteile vor einem Befall durch Algen und Pilze. Der geringere Bedarf an Fassadenpflege schont die Ressource Wasser.

Lacke und Farben schützen Häuserfassaden vor einer Ansiedlung von Mikroorganismen. Die Branche entwickelt Lösungen wie Filmschutzmittel, die einen langfristigen Schutz gewährleisten und dabei die Umwelteinflüsse auf ein Minimum reduzieren. Filmschutzmittel entfalten ihre Wirkung durch die Freisetzung von kleinen Mengen an bioziden Wirkstoffen. Farb- und Lack-Hersteller nutzen ausschließlich in einem komplexen EU-weiten Verfahren zugelassene Wirkstoffe.

Nach gängiger Praxis werden außerdem bevorzugt verkapselte Wirkstoffe eingesetzt. Durch die Verkapselung treten die Wirkstoffe in kontrollierter Menge an die Oberfläche und waschen nur langsam über einen längeren Zeitraum aus. Durch die langanhaltende Wirkung verlängern sich die Instandhaltungsintervalle, dadurch werden weniger Ressourcen beansprucht.

Auch durch einen verringerten Bedarf an Fassadenpflege tragen die Filmschutzmittel zum Ressourcenschutz bei. Eine Reinigung der Fassaden in Europa würde laut einer Schätzung des Europäischen Verbandes der Lack-, Druckfarben- und Künstlerfarbenindustrie (CEPE) in Europa jährlich bis zu 600 Milliarden Liter Wasser verbrauchen und die nötigen Hochdruckreiniger würden einen Energiebedarf von umgerechnet 166 Millionen Liter Öl benötigen. Dies entspricht einem CO2-Ausstoß von etwa 400.000 Tonnen.

Für einen verantwortungsvollen Umgang mit Filmschutzmitteln wird ihre Anwendung durch von der Branche initiierte Forschungsvorhaben genau untersucht. So wird etwa am Dr. Robert-Murjahn-Institut die Risikoabschätzung der Freisetzung von umweltrelevanten Substanzen im Projekt „Beregnete Fassade“ weiterentwickelt.

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