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Wandfarben bleiben auch ohne “Blauen Engel” sicher

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Wandfarben sollen nach einem Beschluss der Jury Umweltzeichen ab 2021 keinen „Blauer Engel“ mehr tragen, wenn sie Konservierungsmittel enthalten. Damit verlieren Verbraucher eine wichtige Orientierungshilfe beim Farbenkauf. Experten halten die Entscheidung für unverhältnismäßig und erklären, worauf Verbraucher beim Farbenkauf künftig achten sollten.

Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ für Innenwandfarben hat sich seit seiner Einführung im Jahr 2000 zu einem wichtigen Qualitätsmerkmal für Verbraucher nicht nur in Deutschland, sondern weltweit entwickelt. Derzeit sind 602 Innenwandfarben  mit dem Blauen Engel gekennzeichnet. Damit sind Wandfarben neben Lacken mit Abstand eine der erfolgreichsten Produktengruppen mit dem Blauen Engel.

„Die Entscheidung der Jury Umweltzeichen über neue Vergabekriterien führt dazu, dass vier von fünf Innenwandfarben das Umweltzeichen verlieren werden. Damit geht für den Blauen Engel eine Erfolgsgeschichte zu Ende“, kritisiert Dr. Martin Engelmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL). “Die Entscheidung ist für uns nicht nachvollziehbar, denn bereits heute gelten für konservierte Wandfarben mit dem Blauen Engel die strengsten Grenzwerte weltweit.”
Experten hatten im Vorfeld der Entscheidung betont, dass ein kompletter Verzicht auf Konservierungsmittel in sämtlichen Wandfarben technisch nicht möglich sei, weil Farben weiterhin vor dem Befall durch Pilze und Bakterien geschützt werden müssten. “Farben ohne Konservierungsmittel gibt es derzeit lediglich in matten, weißen Farbtönen”, erläutert Engelmann. „Die Qualität und Sicherheit von Wandfarben bleibt auch ohne Blauen Engel hoch.” 
Experten empfehlen Verbrauchern, beim Kauf hochwertiger Wandfarbe besonders auf drei Kriterien zu achten: Eine gute Deckkraft- und Nassabriebklasse sowie eine hohe Ergiebigkeit. Bei geringerer Deckkraft sind meist zwei oder mehrere Anstriche notwendig, während bei der höchsten Klasse 1 oft bereits ein Anstrich genügt, um eine gleichmäßige Farbdeckung zu erhalten. Wie gut man Schmutz mit einem feuchten Lappen von einer Wand entfernen kann, beantwortet die Nassabriebklasse. Klasse 1 steht für höchste Strapazier- und Reinigungsfähigkeit; meist reicht für den normalen Gebrauch schon die Klasse 2 aus. Moderne hochqualitative Innenwandfarben erreichen heute eine Ergiebigkeit von 6 bis 8 Quadratmeter pro Liter.

„Eine preiswerte Farbe ist im Endeffekt oftmals gar nicht günstiger, da diese für weniger Quadratmeter Wand reicht und öfter nachgestrichen werden muss“, fasst Engelmann zusammen. Die VdL-Mitgliedsunternehmen  würden trotz des Rückzugs des Blauen Engel an den sehr hohen Sicherheitsstandards für Wandfarben festhalten und gingen damit weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

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