Insgesamt wird für den Gesamtmarkt von Farben und Lacken für 2026 ein weiterer Rückgang der Verkaufsmengen um rund 2 % erwartet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass unsere aktuellste Prognose (Stand: Mai) unterstellt, dass der Konflikt im Nahen Osten bis Mitte des Jahres endet. Bisher ist dies nicht vollständig eingetreten. Daher sind die Prognosen mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet.
Industrielacke bleiben 2026 stabil, Korrosionsschutz bleibt auf Wachstumskurs
Bei den Industrielacken prognostizieren wir weiterhin eine stabile Entwicklung. Wir haben unsere Prognose gegenüber der letzten Ausgabe von „Wir sind Farbe“ unverändert bei 0 % belassen. Die Branche profitiert von der erwarteten Stabilisierung des Verarbeitenden Gewerbes.
Während sich die Lage im Bereich der allgemeinen Industrie etwas schwächer darstellt als bislang erwartet, beurteilen wir die Entwicklung im Möbel- und Holzbereich inzwischen etwas positiver, was die Aussichten für Industrielacke stützt.
Der Markt für Korrosionsschutz entwickelt sich weiterhin positiv, auch wenn sich das Wachstum etwas abschwächt. Wichtige Impulse kommen von den öffentlichen Investitionen.
Bautenanstrichmittel: Prognose 2026 nach unten korrigiert Im Bereich der Bautenanstrichmittel mussten wir unsere Prognosen für 2026 nach unten anpassen: Für Bautenfarben und Putze erwarten wir nun einen Rückgang von 3,5 % statt bislang 3 %. Ausschlaggebend hierfür ist vor allem die schwächere Entwicklung des DIY-Segments, für das wir nun ein Minus von 3,0 % statt bisher 2,0 % prognostizieren. Hintergrund ist insbesondere die gestiegene Inflation, die die Kaufkraft der privaten Haushalte belastet. Die daraus resultierende Konsumzurückhaltung dämpft die Ausgaben für Renovierungen.