Wie verbleibt ein Unternehmen in einer Krisensituation schnell, glaubwürdig und handlungsfähig? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden des VdL-Krisenseminars, das am 9. und 10. Juni 2026 in Frankfurt stattfand. Im Mittelpunkt standen Krisenmanagement und Krisenkommunikation, mit einem klaren Fokus auf Praxis, Struktur und Vorbereitung.
Unter der Leitung von Dr. Hans-Georg Klose trainierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reale Szenarien und arbeiteten an den zentralen Bausteinen wirksamer Krisenvorsorge. Dazu gehörten der Aufbau eines Krisenstabs, interne Meldewege, die Ansprache unterschiedlicher Stakeholder sowie die Entwicklung klarer Kernbotschaften für den Ernstfall. Auch die Vorbereitung von Pressemitteilungen, Interviews und Pressekonferenzen war Teil des Programms.
Ein Schwerpunkt lag auf der Erkenntnis, dass Krisenkommunikation nicht erst im Ereignisfall beginnt. Wer vorbereitet sein will, braucht ein Krisenhandbuch, definierte Zuständigkeiten und eingespielte Abläufe. Das Seminar machte deutlich: Schnelligkeit ist wichtig, doch sie darf nicht zulasten von Glaubwürdigkeit und Präzision gehen. Deshalb wurde auch geübt, komplexe Sachverhalte einfach, verständlich und zugleich verantwortungsvoll zu kommunizieren.
Neu war in diesem Jahr zudem der Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Krisenkommunikation. Dabei wurde deutlich, dass KI zwar bei Beobachtung, Analyse und Entwürfen unterstützen kann, die Verantwortung für Prüfung, Freigabe und Entscheidung jedoch weiterhin beim Menschen bleibt.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen sehr positiv aus: Das Seminar vermittelte wertvolles Fachwissen, als auch konkrete Hilfestellungen für die betriebliche Praxis. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, im Krisenfall schneller zu reagieren, sicherer zu kommunizieren und handlungsfähig zu bleiben.

