Zur Jahrespressekonferenz musste VdL-Präsident Harald Borgholte erneut negative Zahlen aus der Farbenbranche vermelden: Die gesamtwirtschaftliche Schwäche hat im Jahr 2025 die Ergebnisse fast aller Sektoren belastet. Es gibt nur wenige Lichtblicke, Besserung ist erst 2027 in Sicht.
Auch für das Jahr 2025 kann die deutsche Lack- und Druckfarbenindustrie fast durchweg nur negative Zahlen melden. Dem Trend der (Chemie-) Industrie folgend, musste die Branche einen Rückgang der Verkaufsmenge um 2,8 % auf 1,4 Millionen Tonnen verkraften. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um knapp 1,2 % auf 5,8 Milliarden Euro, berichtet VdL-Präsident Dr. Harald Borgholte auf der Jahrespressekonferenz des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL).
Die gesamt-wirtschaftliche Schwäche belastet demnach die Lack- und Druckfarbenindustrie weiterhin erheblich, und auch für 2026 rechnen die Farbenhersteller mit einer angespannten Marktsituation: Der Verband erwartet weiter schlechte Geschäftszahlen und prognostiziert für den Gesamtmarkt einen Rückgang der Verkaufsmengen um 2 %. Besserung scheint erst 2027 in Sicht.
„Die deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren und befindet sich auf dem Niveau von 2019“, analysierte Borgholte die ernüchternden Zahlen. „Und da tiefgreifende strukturelle Reformen bislang ausgeblieben sind, bleiben die Wachstumsperspektiven schwach.“ Erst am Tag zuvor hatte Borgholte dem European Industry Summit in Antwerpen beigewohnt, und tatsächlich sei die Botschaft für eine industriefreundlichere Politik auf den oberen Ebenen der EU angekommen. Man erwarte nun aber entschiedene Schritte in der Wirtschaftspolitik, auch auf nationaler Ebene. Der Bau-Booster sei so ein wichtiges und notwendiges Signal für die deutsche Bauindustrie und damit auch für die Farbenbranche als Zulieferer.
Vor allem gelte es aber nun auf allen Ebenen, die lähmende und strangulierende Bürokratie zu bekämpfen. Doch 2025 habe die EU mehr Vorschriften erlassen als jemals zuvor. „Wir fordern mehr Mut und Entschlossenheit bei der Entbürokratisierung“, so Borgholte, nur so könne sich die Wirtschaft entfesseln.
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