Wer wir sind und was wir tun:

Ein Wirtschaftsverband stellt sich vor

Verbandsarbeit – Zusammenarbeit für die Zukunft

Jeder Industrieverband repräsentiert die Unternehmen und die Unternehmer der jeweiligen Branche. Ein Verband hat deshalb viele Gesichter; die Verbandsarbeit hat viele Facetten.

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie ist die freiwillige Selbstorganisation dieser Industrie. Er koordiniert die Anliegen der Branche nach innen und außen, zeigt im nationalen und internationalen Raum Flagge und betreibt gegenüber Staat und Gesellschaft die Interessenvertretung der Lack- und Druckfarbenindustrie in Deutschland und Europa. Darüber hinaus bietet der VdL seinen Mitgliedsfirmen zahlreiche Unterstützungsleistungen und Service-Dienste.

Wirtschaftliche Eckdaten

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 250 Lack- und Druckfarbenfabriken mit rund 25.000 Beschäftigten. Dort wird ein Branchenumsatz von rund 8 Milliarden Euro im Jahr (2016) erzielt. Im Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie sind mehr als 200 Mitgliedsfirmen organisiert, die teilweise mehrere Betriebsstätten in Deutschland unterhalten. Der Repräsentationsgrad liegt für Industrielacke und Druckfarben bei 90% und bei Bautenlacken sowie Dispersionsfarben jeweils bei rund 75% des Marktvolumens. Die Struktur der Mitgliedsfirmen ist heterogen: Neben wenigen meist konzerngebundenen großen, multinationalen Unternehmen steht eine Vielzahl mittelständischer Lackfabriken, viele davon im Familienbesitz.

Drei Dimensionen der Verbandsarbeit

Verbandsarbeit ist immer in die Zukunft gerichtet. Beim VdL geht es um die Zukunftssicherung der Lack- und Druckfarbenhersteller in Deutschland. Die beschleunigte Harmonisierung in Europa und die Globalisierung des Wirtschaftsgeschehens, der demographische und wirtschaftliche Wandel, neue Technologien – diese Rahmenbedingungen führen zu neuen Herausforderungen für die Marktteilnehmer einer Branche. Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können: mit einer gelungenen Verbandsarbeit. Um sich in den zunehmend komplexen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen sicher bewegen zu können, muss die Lack- und Druckfarbenindustrie nicht nur reaktiv, sondern proaktiv mit den Veränderungen umgehen.

Die Arbeit des Verbandes wird von 3 Eckpunkten bestimmt:

1. Zukunftssicherung der Branche

Um dieser langfristigen Verbandsaufgabe gerecht zu werden, wurde ein „Frühwarnsystem“ etabliert, um

  • sich auf die  Veränderungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft rechtzeitig einstellen und ihnen gegebenenfalls wirksam begegnen zu können;
  • die Interessen innerhalb der Lack- und Druckfarbenindustrie zu koordinieren und die Prozesse der Konsensbildung zu fördern;
  • verstärkt als Trendsetter zu fungieren, um entsprechende Bedürfnisse bei den Abnehmern zu wecken.

2. Förderung der wirtschaftlichen Interessen

Diese mittelfristig angelegte Option zielt darauf ab, daran mitzuwirken, im politischen und gesellschaftlichen Umfeld die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg der Branche zu schaffen, und konkretisiert sich durch

  • Unterstützung bei der Durchsetzung der legitimen Interessen der Industrie
  • Aufrechterhaltung der „License to operate“
  • Aufbau eines positiven Images für die Lack- und Druckfarbenindustrie.

3. Sicherung der Funktionsfähigkeit der Firmen

Bei dieser stets auf Kurzfristigkeit angelegten Zielvorgabe handelt es sich um

  • Problemlösung im Zusammenhang mit neuen gesetzlichen Bestimmungen
  • Unterstützung bei den Bemühungen, Nachwuchskräfte für die Branche zu gewinnen
  • Gemeinschaftsleistung bei der Organisation von Produktion und Vertrieb.

Zentrale Aufgaben des VdL

Aus den drei Eckpunkten der Verbandsarbeit leiten sich die zentralen Aufgaben des VdL ab. Oberste Handlungspriorität haben dabei stets die Politikberatung und damit der Einfluss auf die Gesetzgebung der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und der Bundesländer. Die entsprechende konstruktive Auseinandersetzung im Rahmen der Interessenvertretung gegenüber Politikern und Behörden sowie mit allen Kritikern der Branche ist das zentrale Instrument zur Durchsetzung der wirtschaftlichen Interessen der Lack- und Druckfarbenindustrie. Die Interessen-vertretung wird dabei durch Lobbyarbeit und politisch-strategische Kommunikation betrieben.

Lobbyarbeit

Die zunehmende Politisierung der Verbandsarbeit resultiert nicht nur aus dem raschen Wandel der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa. Auch die Abnehmer – dies gilt sowohl für die privaten Endverbraucher als auch für die industriellen und handwerklichen Kunden – erheben fortwährend steigende Ansprüche an Qualität und Produktsicherheit von Lacken und Druckfarben.

Aus diesem Grund ist die Lobbyarbeit zur Ausgestaltung von Gesetzen und Verordnungen von herausragender Bedeutung, die der Verband neben der formalisierten Anhörung aller am Gesetzgebungsverfahren beteiligten Kreise betreibt. Es versteht sich dabei von selbst, dass dazu auch und in besonderem Maße die Verhinderung von ungerechtfertigten Restriktionen für die Herstellung und die Nutzung von Lacken und Druckfarben gehört.

Die politische Arbeit des Verbandes schließt auch eigene, nicht vom Gesetzgeber vorgegebene Initiativen ein, beispielsweise die Erstellung von technischen und ökologischen Richtlinien für die Herstellung, Deklaration oder den Gebrauch der Produkte.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie versteht sich in erster Linie als eine politische Kommunikation. Diese Kommunikation dient in Form von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dazu, die Zwecke der Branche in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Öffentlichkeitsarbeit muss als politische Kommunikation die Interessenvertretung unterstützen und für eine möglichst punktgenaue Information der wichtigen Zielgruppen sorgen, die die Rahmenbedingungen für die Lack- und Druckfarbenindustrie durch ihr politisches oder verwaltungstechnisches Handeln beeinflussen können.

Die Öffentlichkeitsarbeit für die Lack- und Druckfarbenindustrie wird seit vielen Jahren vom Deutschen Lackinstitut betrieben, das eine Vielzahl von modernen Kommunikationsinstrumenten – Internetangebote, Broschüren, Newsletter – nutzt, um die Lack- und Druckfarbenindustrie bekannt zu machen und die politischen Anliegen zu verbreiten.

Der Verband für seine Mitglieder

Da die überwiegend mittelständisch strukturierte Lack- und Druckfarbenindustrie schon aus personellen Gründen weitgehend außer Stande ist, die Flut von Gesetzen, Verordnungen und Erlassen in die betriebliche Praxis zu übersetzen, hat der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie eine wichtige Service-Funktion für seine Mitglieder zu erfüllen. Diese besteht darin, den für die Branche relevanten Gehalt neuer Gesetze und Verordnungen zu erfassen und mit den notwendigen Erläuterungen an die Mitgliedsfirmen weiterzuleiten. Hierzu zählen Regelungen vor allem auf den Gebieten

  • Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit,
  • Verbraucherschutz,
  • Chemikalienrecht,
  • Anlagenrecht,
  • Umweltschutz (Luftreinhaltung, Lärm, Abfall, Abwasser),
  • Transport gefährlicher Güter.

Hinzu kommen die Vorschriften über die Verpackung und die Lagerung von brennbaren oder gefährlichen Stoffen und anderes mehr.

Außer den Problemen der „Technischen Gesetzgebung“ widmet sich der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie einer Vielzahl weiterer Aufgaben. Zu diesen zählen beispielsweise folgende Aufgabenbereiche:

  • Marktinformationssysteme,
  • nationale und internationale Normung (DIN, CEN, ISO),
  • Berufsbildung und Nachwuchsförderung,
  • Produzenten- und Umwelthaftung,
  • Qualitätssicherung,
  • Vereinbarungen zur Gegenseitigkeitshilfe im Brand- und Katastrophenfall,
  • Fragen rund um den Außenhandel mit Lacken und Druckfarben.

Zielsicheres Handeln durch Netzwerke

Verbände als Selbstorganisation einer Wirtschaftsbranche basieren auf funktionsfähigen Netzwerken, die für einen zügigen und reibungslosen Informationsfluss sorgen. Hierzu gehören zum Beispiel

  • ein Expertennetzwerk aus internen und externen Fachleuten, um auf diese Weise die ständige Verfügbarkeit und Aktualisierung von Fachwissen zu gewährleisten, ohne dass der einzelne Mitarbeiter in einem Unternehmen über Gebühr belastet würde;
  • die Einbindung des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie in die Informationsstränge seiner Mitglieder, damit der Verband frühzeitig die Entstehung von Problemen erkennen kann, die branchenweit Relevanz gewinnen könnten;
  • ein Kommunikationsnetzwerk zwischen dem Verband und seinen Mitgliedern, das als Informations- und Kooperationsbörse fungiert. Die technischen Voraussetzungen dafür sind in Form eines Extranets und des VdL-Informationsmanagementssystems geschaffen worden.

Internationale Einbindung

Bereits 1951 haben die Verbände der Lack- und Druckfarbenindustrie in den westeuropäischen Ländern den Conseil Européen de l’Industrie des Peintures des Encres d’Imprimerie et des Couleurs d’Art (CEPE) gegründet. CEPE ist mittlerweile zu einem Verband der Firmen umgewandelt worden, dem alle Mitglieder der jeweiligen nationalen Verbände der Lack- und Druckfarbenindustrie automatisch als Direktmitglieder angehören.

Das Sekretariat von CEPE befindet sich in Brüssel. Zu den Hauptaktivitäten von CEPE gehören die Lobbyarbeit gegenüber der Europäischen Kommission sowie die Abstimmung technischer Fragen zwischen den Branchen in den einzelnen Mitgliedsländern und den verschiedenen Unternehmen.

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie ist auch Direktmitglied im International Paint and Printing Ink Council (IPPIC). Diese in Washington DC (USA) ansässige Organisation repräsentiert auf weltweiter Ebene die Lack- und Druckfarbenindustrie und fungiert als Forum des internationalen Gedankenaustausches sowie der Koordination der wirtschaftspolitischen Interessen dieser Industrien auf globaler Ebene. IPPIC hat NGO-Status bei der UNO in New York.

Verbände-Netzwerk

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie pflegt enge Beziehungen zu den Verbänden seiner Abnehmer, beispielsweise zum Hauptverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks, dem Bundesverband Großhandel Heim und Farbe, dem Verband der Automobilindustrie, dem Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige, sowie dem Bundesverband Druck und Medien und den Verbänden, die die Verpackungsindustrie repräsentieren.

Der VdL ist darüber hinaus korporatives Mitglied des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI). Alle Mitgliedsfirmen des VdL sind dadurch zugleich Mitglieder des VCI und in vollem Umfang in dessen Gremien mitspracheberechtigt. Eine enge Abstimmung mit dem VCI besteht insbesondere bei allen Fragen der Chemikaliensicherheit, des Umwelt- und Gesundheitsschutzes, der Produktsicherheit und Produktverantwortung.

Über den Verband der Chemischen Industrie ist der VdL auch am Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beteiligt.

Der VdL im Wandel der Zeit

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie ist eine Wirtschaftsorganisation, die auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken kann. Als der Verband Deutscher Lackfabrikanten – so die ursprüngliche Bezeichnung – im Jahre 1900 in Berlin gegründet wurde, lag der Schwerpunkt der Arbeit zunächst darin, zu drängenden handelspolitischen Fragen eine möglichst breit abgestimmte Branchenposition zu artikulieren. Oberstes Ziel war damals, gemeinsame Wirtschaftsinteressen – vor allem gegenüber ausländischen Importeuren – nachhaltig durchzusetzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verband der Lackindustrie in Westdeutschland neu gegründet.

Seit den 90er Jahren verlagert sich der Schwerpunkt der Verbandsarbeit hin zu Fragen der Produktsicherheit im Zusammenhang mit dem Gesundheits- und Verbraucherschutz. Mit der europäischen Integration geht auch eine stetige Ausweitung der politischen Aktivitäten auf die europäische Ebene einher.

Anfang des Jahres 2009 fusionierten der Verband der deutschen Lackindustrie e.V. und der Verband der Druckfarbenindustrie zum Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). Durch diesen Zusammenschluss konnten weitere Synergieeffekte bei der gemeinsamen Arbeit auf politischer und gesellschaftlicher Ebene erzielt werden. Die Lack- und die Druckfarbenindustrie stehen gemeinhin vor sehr ähnlichen Herausforderungen, was den Umwelt- und Gesundheitsschutz angeht.

Wirtschaftliche Bedeutung

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 250 Lack- und Druckfarbenfabriken mit rund 25.000 Beschäftigten. Die Produktion von Lack- und Druckfarben betrug im Jahr 2016 mehr als 2,6 Millionen Tonnen. Damit wurde ein Branchenumsatz von mehr als 8 Milliarden € erzielt.

Im europäischen Vergleich liegt die deutsche Lack- und Druckfarbenindustrie sowohl bei der Produktion als auch hinsichtlich der Exporte deutlich vor Frankreich, England, Italien und Spanien.

Rechtsform und Organisation

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins gemäß § 21 ff BGB. Der VdL ist somit eine eigene Rechtspersönlichkeit mit eigener Beitragshoheit. Die Beitragszahlungen seiner Mitglieder gelten steuerlich als Betriebsausgaben.

Das höchste Organ des Verbandes ist die Mitgliederversammlung. Sie tritt einmal im Jahr zusammen, um die aktuellen Fragen der Branche zu erörtern und den politischen Kurs des Verbandes zu bestimmen.

Dem Präsidium des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie gehören 9 Vertreter von Mitgliedsfirmen an, die für eine jeweils 3-jährige Amtszeit gewählt werden. Außerdem ist der Hauptgeschäftsführer des Verbandes geschäftsführendes Präsidiumsmitglied. Dem Präsidium steht ein Beirat aus den Vorsitzenden der Bezirksgruppen, der Fachgruppen und der Fachausschüsse zur Seite.

Wesentliches Organisationselement des VdL sind die Fachgruppen. Sie entsprechen jeweils einem Marktsegment der Lack- und Druckfarbenindustrie. In den regelmäßigen Sitzungen werden die spezifischen Interessen der Teilgruppen des VdL diskutiert und die politischen Aktivitäten (Interessenvertretung, Imagekampagnen) beschlossen.

Neben den Fachgruppen existieren zahlreiche Arbeitskreise, Projektgruppen und ad-hoc-Gruppen, die sich mit spezifischen Fragen (zum Beispiel Europäisches Chemikalienrecht REACH, Biozidgesetzgebung, Erstellung eines Transportleitfadens, Bedarfsgegenständerecht, Ausbildungsfragen) beschäftigen.

Für die Anbindung der Verbandsarbeit an die politische Arbeit in den Bundesländern sorgen die Bezirksgruppen des VdL. Auf der Ebene der Bezirksgruppen findet auch ein reger Austausch über Fragen der betrieblichen Praxis statt.

Die „lernende Organisation“

Seine Ziele kann der VdL nur erreichen, wenn es eine permanente Zielerreichungskontrolle gibt, die alle Aktivitäten auf die Vereinbarkeit mit den Vorgaben der Mitgliederversammlung und des Präsidiums überprüft. Zieldefinition, daraus resultierende Tätigkeiten, Kontrolle und Rückkopplung bilden dabei einen Regelkreis. Dies setzt aber voraus, dass der Verband sich als lernende Organisation begreift und die Arbeitsabläufe entsprechend strukturiert werden. Eine lernende Organisation plant und agiert nicht linear, sondern vernetzt.

Dadurch erreicht sie zum einen jenen hohen Grad an Flexibilität, der nötig ist, um auf ständig neue Impulse und Tendenzen zu reagieren. Das Herzstück einer lernenden Organisation wird von einer zentralen Koordinierungsstelle gebildet. Beim VdL ist dies die Geschäftsstelle in Frankfurt. Die Aufgabe dieser Koordinierungsstelle ist es grundsätzlich, Probleme zu lösen, Projekte durchzuführen und zu steuern, sowie alle aus dem Mitgliederbereich und der Umwelt aufgenommenen Informationen zu verarbeiten und an die richtige Stelle weiterzuleiten.

Der Wandel wird zunehmend schneller, und die Veränderungen haben häufig völlig neue Anforderungen an die Arbeitsweise von Interessenvertretungen zur Folge. Als lernende Organisation passt sich der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. allen Notwendigkeiten an – alles im Sinne seiner Mitglieder.

Ausblick

In allen Bereichen der gewerblichen Wirtschaft wird die Verflechtung zwischen den verschiedenen Partnern entlang der sogenannten Wertschöpfungskette immer intensiver. Bei der Entwicklung neuer Produkte sind die Verarbeitungsprozesse bei den Kunden – bei industriellen Kunden einschließlich der ebenfalls immer komplizierter werdenden Anlagentechnik – zu berücksichtigen. Gesetzgebung, Normung, Qualitätssicherung und industrieeigene Vorschriftenwerke machen eine stärkere Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette immer wichtiger.

Eine solche Kooperation macht nicht nur die wirtschaftliche Bedeutung der Lack- und Druckfarbenhersteller deutlich, sondern stärkt auch die Glaubwürdigkeit. Politik und Behörden begrüßen es, wenn die Industrie entlang der Lieferkette abgestimmte Auskünfte geben kann, damit der technische Ablauf adäquat abgebildet wird.