Verbraucherschutz

Saubere Luft in Innenräumen

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Moderne Innenraumfarben und -lacke sind emissionsarm

Seit der breiten Einführung von wasserbasierten, lösemittelfreien Innenraumfarben und -lacken in den 1980er-Jahren ist die Belastung der Innenraumluft durch frisch aufgebrachte Lacke und Farben signifikant zurückgegangen. Heute decken wasserbasierte Lacke, Farben und Putze rund 75 Prozent des Marktes ab. Nach wie vor haben auch lösemittelhaltige Produkte ihre Berechtigung, insbesondere im professionellen Bereich mit hohen qualitativen Ansprüchen an Optik, Langlebigkeit und Instandsetzung. Strenge gesetzliche Vorgaben stellen sicher, dass Farben und Lacke bei richtiger Verarbeitung keine Gesundheitsbeeinträchtigungen verursachen.

Konservierungsmittel sind für wasserbasierte Innenraumfarben unverzichtbar


Lacke, Farben und Putze auf Wasserbasis sind anfällig für mikrobiellen Befall durch Pilze, Algen und Bakterien und würden ohne Konservierungsmittel in kurzer Zeit im Eimer verderben. Isothiazolinone in der Innenraumluft sind für die meisten Menschen gesundheitlich unbedenklich. Nur bei Personen, die bereits eine Isothiazolinon-Allergie entwickelt haben, kann der Aufenthalt in frisch gestrichenen Räumen zu allergischen Reaktionen führen. Allergiker sollten daher auf konservierungsmittelfreie Farben und Lacke zurückgreifen. Für den Einsatz von Isothiazolinonen gelten bereits strenge Grenzwerte. Darüber hinaus hat sich die Farbenindustrie schon seit 2000 zu einer strikten Kennzeichnung von Isothiazolinonen verpflichtet.

Europäischer Flickenteppich bei Umsetzung der Emissions-Grenzwerte

Die EU-Bauproduktenverordnung stellt Grundanforderungen zu Emission von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), z.B. Lösemittel und Konservierungsstoffe, in die Innenluft. Bauprodukte, die einer europäisch harmonisierten Produktnorm entsprechen, müssen ihre Emissionen entsprechend deklarieren und die CE-Kennzeichnung tragen. Allerdings fehlt in den meisten Produktnormen eine Regelung, wie Emissionen in die Innenluft zu messen und zu bewerten sind. Die Folge ist ein Flickenteppich unterschiedlicher nationaler Prüfverfahren und Bewertungssysteme, die den Binnenmarkt behindern.

 

Dafür setzen wir uns ein:

Nebeneinander von konservierten und konservierungsmittelfreien Farben


Nach dem aktuellen Stand der Technik lassen sich nur matte, weiße Innenwandfarben konservierungsmittelfrei formulieren. Für alle übrigen Farben und Lacke sind Konservierungsmittel weiterhin erforderlich. Ihr Einsatz darf daher nicht unmöglich gemacht werden.

Beschränkung auf relevante Bauprodukte

Der Geltungsbereich der EU-Bauproduktenverordnung sollte auf Produkte begrenzt sein, die einen signifikanten Anteil an Emissionen haben. Ein Großteil der Innenraumfarben, -lacke und putze gehört nicht dazu, denn dieser ist lösemittelfrei und emissionsminimiert.

Einheitliche Regelungen zu Innenraumluft-Emissionen für ganz Europa

 

Die bisherigen nationalen Regelungen bei der Umsetzung von Emissions-Grenzwerten sollten durch eine europäische Verordnung zu Innenraum-Emissionen vereinheitlicht werden. Diese sollte die wesentlichen Elemente bestehender nationaler Anforderungen berücksichtigen.

Ansprechpartner:
Dr. Sandra Heydel
+49 (0) 69 2556 1714
heydel@vci.de
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