Verbraucherschutz

Farben schützen mit Konservierungsmitteln

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Konservierungsmittel für moderne Lacke, Farben und Druckfarben unverzichtbar
Für die meisten lösemittelfreien, wasserbasierten Lacke, Farben und Druckfarben sind Konservierungsmittel unerlässlich: Denn sie verlängern ihre Haltbarkeit, verhindern Schimmelbildung, Pilz- und Algenwachstum. Somit leisten sie wichtige Beiträge zum Verbraucherschutz, zur Ressourcenschonung und helfen Kosten zu reduzieren. Wegen der Vielzahl von Schadorganismen und drohender Resistenzen ist es erforderlich, eine große Bandbreite von Wirkstoffen sowie die Möglichkeit zu deren Kombination zu erhalten. Gerade im Heimwerkerbereich zeichnet sich ab, dass dies in Zukunft nicht mehr gewährleistet sein könnte.

Nur noch wenige Konservierungsmittel für Farben und Lacke vorhanden
Die Verwendung von Konservierungsmitteln ist nur nach einem komplexen Verfahren gemäß der europäischen Biozid-Produkteverordnung erlaubt. Dadurch wird ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie für die Umwelt erreicht. Allerdings führt dieses Verfahren auch dazu, dass es nur noch wenige Konservierungsmittel für Lacke, Farben und Druckfarben gibt, die, wie z. B. MIT, effektiv wirken und gleichzeitig für Gesundheit und Umwelt verträglich sind. Aktuell ist davon insbesondere die Konservierung von Farben im Gebinde betroffen.

Moderne Farben und Lacke können sicher verwendet werden
Farben und Lacke mit Konservierungsmitteln können bei ordnungsgemäßem Gebrauch sicher verwendet werden. Beschränkungen im Zuge der Genehmigung von Wirkstoffen führen bereits heute dazu, dass viele sichere und effiziente Produkte ihre Funktionalität einbüßen oder für den Endanwender gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Zusätzliche Kennzeichnungen können zu einer Informationsflut führen, die nicht im Sinne des Verbraucherschutzes ist.

Dafür setzen wir uns ein:

  • Konservierungsmittel für Farben und Lacke müssen erhalten bleiben
    Solange keine Alternativen auf dem Markt verfügbar sind, müssen die wenigen für Lacke und Farben relevanten Konservierungsmittel erhalten bleiben. Anstatt einer isolierten Betrachtung der Einzelstoffe wie bisher sollte eine gesamtheitliche Bewertung („holistic approach“)  der Wirkstoffe in Europa durchgeführt werden. Nur so kann ein hohes Schutzniveau für den Verarbeiter und die Endverbraucher bei gleichzeitig funktionierender Konservierung gewährleistet bleiben.
  • Auflagen mit Augenmaß
    Bei der Wirkstoffgenehmigung, im Zulassungsverfahren der Biozidprodukte sowie bei den Bedingungen für behandelte Waren dürfen keine unverhältnismäßigen Anforderungen gestellt werden. Gesetzlich vorgesehene Spielräume (z.B. Ausnahmeregelungen) müssen auch genutzt werden können.
  • Nutzen von Konservierungsmitteln berücksichtigen
    Bei der Bewertung von Wirkstoffen und Biozidprodukten müssen in Zukunft auch sozio-ökonomische Aspekte eine Rolle spielen. Nur so wird gewährleistet, dass keine gravierenden volkswirtschaftlichen Schäden sowie konkrete Nachteile für die Verbraucher entstehen.


Ihr Ansprechpartner zum Thema Konservierungsmittel im VdL:

Dr. Christof Walter
Verband der deutschen Lack-
und Druckfarbenindustrie e.V.
+49 (0) 69 2556 1719
walter@vci.de