Verbraucherschutz

Im Rahmen der Produktverantwortung tragen die Unternehmen der Lack- und Druckfarbenindustrie dafür Sorge, dass Lacke und Farben - insbesondere solche, die in offener Anwendung von Handwerkern und im Do-It-Yourself-Bereich verwendet werden oder in direkten Kontakt mit privaten Endverbrauchern kommen - sicher und unbedenklich genutzt werden können. Wichtige Felder des Verbraucherschutzes sind etwa die Qualität der Innenraumluft, die Nutzung von Konservierungsstoffen in wasserbasierten Beschichtungsstoffen sowie Fragen möglicher Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Kontakt mit den Produkten.

Empfehlung zur Einstufung von Titandioxid als Krebsverdachtsstoff

Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur hat am 8. Juni 2017 auf Basis einer Gefahrenbewertung empfohlen, das Weißpigment Titandioxid als einen Stoff „mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ durch Einatmen (kanzerogen Kategorie 2) einzustufen. Die Europäische Kommission prüft derzeit, ob sie einen entsprechenden Vorschlag vorlegen soll. Die Bundesregierung lehnt eine Einstufung ab und schlägt stattdessen die Harmonisierung der Staubgrenzwerte in Europa vor.

Keine Gefahr für Menschen – Einstufung daher nicht gerechtfertigt

Hintergrund für die Empfehlung ist die Befürchtung, dass Arbeiter an Lungenkrebs erkranken könnten, wenn sie bei der industriellen Herstellung und Verarbeitung Staubemissionen u.a. von Titandioxid ausgesetzt sind. Die RAC-Empfehlung stützt sich auf eine mehr als 20 Jahre alte Studie, bei der Ratten über einen sehr langen Zeitraum staubförmiges...

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Farben und Lacke auf Wasserbasis bieten gute Wachstumsbedingungen für Mikroben und müssen daher vor mikrobiellen Befall geschützt werden. Im Allgemeinen werden dazu spezielle Konservierungsmittel eingesetzt, die dafür sorgen, dass Farben und Lacke in einwandfreiem Zustand zum Verbraucher kommen.

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Moderne Innenraumfarben und -lacke sind emissionsarm

Seit der breiten Einführung von wasserbasierten, lösemittelfreien Innenraumfarben und -lacken in den 1980er-Jahren ist die Belastung der Innenraumluft durch frisch aufgebrachte Lacke und Farben signifikant zurückgegangen. Heute decken wasserbasierte Lacke, Farben und Putze rund 75 Prozent des Marktes ab. Nach wie vor haben auch lösemittelhaltige Produkte ihre Berechtigung, insbesondere im professionellen Bereich mit hohen qualitativen Ansprüchen an Optik, Langlebigkeit und Instandsetzung. Strenge gesetzliche Vorgaben stellen sicher, dass Farben und Lacke bei richtiger Verarbeitung keine Gesundheitsbeeinträchtigungen verursachen.

Konservierungsmittel sind für wasserbasierte Innenraumfarben unverzichtbar


Lacke, Farben und Putze auf Wasserbasis sind anfällig für mikrobiellen Befall durch Pilze, Algen und Bakterien und würden ohne Konservierungsmittel in kurzer Zeit im Eimer verderben. Isothiazolinone in der Innenraumluft sind für...

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Freiwilliger Verzicht auf CMR-Stoffe in Lacken, Farben und Druckfarben

Die Hersteller von Lacken und Farben in Deutschland haben sich verpflichtet, bis 2020 auf den Einsatz von Rohstoffen zu verzichten, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend in den Kategorien 1A und 1B gemäß CLP-Verordnung eingestuft sind (so genannte CMR-Stoffe), soweit das sinnvoll, technisch möglich und ökonomisch vertretbar ist. Dieses Branchenziel knüpft an eine erfolgreiche Brancheninitiative in der Vergangenheit an, die dazu geführt hat, dass die Menge der in der Branche eingesetzten CMR-Stoffe um mehr als 60% reduziert wurde. Für den Bereich der Druckfarben gilt seit 1995 die EuPIA-Ausschlusspolitik, wonach standardmäßig keine CMR-Stoffe eingesetzt werden dürfen.

REACH und CLP schränken den Einsatz von CMR-Stoffen bereits stark ein

Nach geltendem Recht ist der Einsatz von CMR-Stoffen bereits deutlich eingeschränkt, zum Teil sogar verboten. Beim erlaubten Einsatz sind die...

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DiedeutscheChemie-und Pharma-Industrie gehörtzurWeltspitzebeiInnovationen:Nach denUSA,ChinaundJapanbelegtDeutschland beidenAusgabenfürForschungundEntwicklung(FuE)Platz4.DochdieGewichteverlagernsichrasantvorallemzugunstenasiatischerStaaten,diemitdeutlichenSteuervorteilenwerben.SiehabendenvolkswirtschaftlichenWertvonInnovationenerkanntund förderndiesedaherintensiv.DerInnovationswettbewerbwirdinsgesamthärter.Länder,die ammeisteninihreInnovationskraftinvestieren, gehörenhäufigauchwirtschaftlichzudenerfolgreichsten.EinwichtigesInstrumentfürmehr InnovationenistdiesteuerlicheFuE-Förderung, derenEinführungin Deutschlandüberfälligist.

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Ihr Ansprechpartner zum Thema im Verband:

Christoph Maier
Verband der deutschen
Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.
Tel.: +49 (0) 69 2556 1704
Mail: maier@vci.de

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Für Unverständnis sorgt aktuell ein „Moratorium“ der Jury Umweltzeichen, das die Verwendung bestimmter Konservierungsmittel für matte weiße Wandfarben untersagt.

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Die Farbenbranche kann man sich ohne wasserbasierte Dispersionsfarben, Putze und Lacke gar nicht mehr vorstellen. Lösemittelhaltige Lacke machten 2016 weniger als ein Viertel der Produktionsmenge aus. Doch der Siegeszug der wasserbasierten Technologien wurde in den meisten Bereichen erst durch den Einsatz geeigneter Konservierungsmittel (so genannte Topfkonservierer) und mit einer hohen Betriebshygiene möglich.

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Ausführlichere Informationen zum Einsatz von Konservierungsmitteln in Farben und Lacken finden Sie in unserem FAQ.

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Im Juni 2016 hat die Europäische Kommission die Kriterien zur Identifizierung von Endokrinen Disruptoren vorgelegt. Der VdL hat seine Bewertung der Kriterien im Rahmen einer öffentlichen Konsultation der Kommission eingebracht.

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Der Bundestag hat im April 2017 eine Ausweitung der kaufrechtlichen Mängelhaftung beschlossen, die Änderungen treten ab 1. Januar 2018 in Kraft.

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Die aktuelle Fassung der VdL-Information zu behandelten Waren enthält umfangreiche Empfehlungen rund um das Thema Kennzeichnung behandelter Waren.

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