VdL-Richtlinie zur Registrierung von Bläueschutzmitteln

Diese Richtlinie beschreibt das Registrierverfahren und die Registrierbedingungen für Bläueschutzmittel als Teil eines Beschichtungssystems, im folgenden Bläueschutzmittel  genannt.

Diese Richtlinie wurde vom Technischen Arbeitskreis Bautenanstrichstoffe (TKB)/Arbeitsgruppe 6 "Bläueschutz/Holzschutz" des Verbandes der deutschen Lackindustrie e.V. (VdL) erarbeitet.

Basis dieser VdL-Richtlinie ist die "Freiwillige Selbstverpflichtung zu Mitteln zum Schutz von Holz gegen holzzerstörende und/oder holzverfärbende Organismen" des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI), der Deutschen Bauchemie e.V. und des Verbandes der Lackindustrie e.V. (VdL) vom 10.Oktober 1997 mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung des Verbraucher- und Umweltschutzes für Holzschutzmittel und Bläueschutzmittel.

Die Richtlinie dient insbesondere dazu, den Herstellern und Importeuren von Bläueschutzmitteln die für eine freiwillige Registrierung in Deutschland erforderlichen Maßnahmen aufzuzeigen.

Die Richtlinie konkretisiert die Freiwillige Selbstverpflichtung und ist als eine Ergänzung zu dieser anzusehen. Anforderungen, die bereits in der "Freiwilligen Selbstverpflichtung zu Mitteln zum Schutz von Holz gegen holzzerstörende und/oder holzverfärbende Organismen" festgelegt wurden, bleiben im vollen Umfang verbindlich.

Das Registrierverfahren ist mit den zuständigen Behörden abgestimmt und versteht sich als Modellversuch im Rahmen der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten.

Das Registrierverfahren steht allen Interessenten offen und ist nicht an eine Mitgliedschaft im Verband der deutschen Lackindustrie geknüpft. Eine breite Beteiligung ist erwünscht und liegt im Interesse sowohl der Anwender als auch der Anbieter/ Inverkehrbringer entsprechender Produkte.