VdL-Leitlinien Umwelt, Gesundheitsschutz und Sicherheit

Präambel
Die im Verband der Lackindustrie e. V. zusammengeschlossenen Hersteller von Lacken und Farben bekennen sich zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care) in allen Fragen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes und hierbei zu den von der Gesellschaft anerkannten Zielen. Das Erreichen dieser Ziele besitzt für die unternehmen den gleichen Stellenwert wie der wirtschaftliche Erfolg und die soziale Verpflichtung als Arbeitgeber. Sie handeln aus eigenem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitern, Verbrauchern und Gesellschaft und leisten einen Beitrag zur Strategie der nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung (Sustainable Development).

Beschichtungen schützen Güter aller Art langfristig gegen Korrosion, Verfall und Verrottung und tragen damit zum Umwelt- und Ressourcenschutz bei. Für die Herstellung und Verarbeitung von Lacken und Farben gelten hohe Standards für Qualität und Sicherheit, die ständig weiterentwickelt werden.

Die Lackindustrie gestaltet die Zusammenarbeit mit Behörden partnerschaftlich und zielorientiert. Sie sieht es als ihre Pflicht an, den Dialog mit der Öffentlichkeit fortzusetzen und zu intensivieren, um die Kenntnisse über Lacke und Farben und ihre sachgerechte Verwendung zu vertiefen.

Leitlinien
Die Mitglieder des Verbandes der Lackindustrie bekennen sich zu den folgenden Leitlinien:

1. Anlagensicherheit
Die Lackindustrie bedient sich zur Herstellung ihrer Produkte sicherer Anlagen und Verfahren. Sie trägt damit dem Schutzbedürfnis der Arbeitnehmer und der Nachbarschaft vor Gefährdungen Rechnung.

2. Umweltschutz
Bei der Herstellung ihrer Produkte strebt die Lackindustrie eine Minimierung der Umweltbelastung an. Durch ständige Weiterentwicklung der Produkte und Produktionsverfahren werden die umweltbelastenden Emissionen in Luft, Boden und Wasser und das Aufkommen von Abfällen reduziert.

3. Mitarbeiterschulung
Die Lackindustrie sorgt durch regelmäßige Weiterbildung ihrer Mitarbeiter für ein hohes Maß an Umwelt- und Sicherheitsbewußtsein.

4. Produktverantwortung
Die Lackindustrie verzichtet freiwillig auf gesundheitsgefährdende Stoffe in ihren Produkten; sofern im Einzelfall technische, qualitative oder ökonomische Gründe den Einsatz solcher Stoffe erforderlich machen, ist die sichere Handhabung zu gewährleisten.

5. Ressourcenschonung
Bei der Weiterentwicklung ihrer Produkte berücksichtigt die Lackindustrie in besonderem Maße die Aspekte Ressourcenschonung, geringe Umweltbelastung, Haltbarkeit und hohe Ergiebigkeit. Die Unternehmen unterstützen ihre Kunden bei der umweltschonenden und energiesparenden Verarbeitung der Beschichtungsstoffe.

6. Sichere Handhabung
Die von der Lackindustrie hergestellten Produkte sind unter Beachtung der Herstellerhinweise sicher zu transportieren, zu lagern und zu verwenden. Industrie, Handwerk und Heimwerker werden umfassend über den bestimmungsgemäßen Gebrauch von Lacken und Farben informiert.

7. Entsorgung
Bei der Produktkonzeption berücksichtigt die Lackindustrie Anforderungen an das Recycling und die spätere Entsorgung von beschichteten Gütern, Produktionsabfällen und Verpackungen.