VdL informiert sich über Lobby-Arbeit in Brüssel

Die Politik in Brüssel hat eigene Gesetze: Kommission, Rat, Parlament - nicht nur die Institutionen unterscheiden sich von der deutschen Politik. Es gibt auch viele Regeln, die Lobbyisten in der Europäischen Metropole lernen müssen, wenn sie ihre Informationen erfolgreich verbreiten und Interessen wahrnehmen wollen. Eine Delegation des VdL hat sich jetzt in Brüssel über die politische Arbeit informiert und zwei Tage in die Europäische Gesetzgebung hineingeschnuppert. Attila Gerhäuser, Leiter des VCI-Europabüros in Brüssel, begrüßte die zwölfköpfige Gruppe mit VdL Geschäftsführer Martin Engelmann an der Spitze. Nach einer Einführung in die Europäische Politik besuchte man das Europaparlament und das Museum für Europäische Geschichte.

Am zweiten Tag ging es noch stärker in die Sacharbeit: Über Komitologie, also das System der Verwaltungs- und Expertenausschüsse wurde ebenso referiert wie über den Komplex  Circular economy. Am interessantesten war für die  Teilnehmer aber wohl ein Gespräch mit einem Mitglied der Kommission zum Thema Titandioxid. Während eine Einstufung des Weißpigments aus Sicht der deutschen Industrie unvertretbar ist, konnte der Experte immerhin die Perspektiven und Ziele anderer Länder und Stakeholder verdeutlichen.

Zwei interessante Tage, die ihren Abschluss in einem ganz speziellen Workshop fanden: Bei einem Pralinen-Seminar in der Nähe des Alten Marktes lernten die Teilnehmer die Geheimnisse der belgischen Spezialitäten kennen und durften ganz eigene süße Versuchungen produzieren. (AS)