CEPE bezieht auf EU-Workshop Position zu Titandioxid

 

Die  Mitglieder des  Europäischen Lack- und Druckfarbenverbands CEPE  haben sich Mitte Mai auf ihrem alle zwei Jahre stattfindenden EU Workshop zum Austausch getroffen.  43 Teilnehmer aus 17 europäischen Verbänden der Farb- und Lackindustrie waren diesmal  in Berlin zusammengekommen, um die wichtigsten Themen ihrer Branche zu besprechen.

Ganz oben auf der Liste stand diesmal die Unruhe um Titandioxid. Das für die Farbindustrie unverzichtbare Weißpigment soll auf Antrag der Französischen Regierung als wahrscheinlich kanzerogen eingestuft werden. Am 8. Juni entscheidet der zuständige Ausschuss in Brüssel über eine dementsprechende Empfehlung. Für die gesamte Branche  eine  nicht nur teure, sondern auch aus wissenschaftlicher Sicht unverständliche Entwicklung.  Einstimmig beschlossen die nationalen Verbände,  dass man sich bei CEPE über die weitere Entwicklung  intensiv austauschen und gemeinsam klar Position gegen eine Einstufung beziehen will.

Das Treffen war vom politischen und wissenschaftlichen Austausch geprägt. Zwei Tage lang referierten die Teilnehmer über die aktuellen Topthemen in Brüssel und in der europäischen Chemieindustrie. Endokrine Disruptoren standen hierbei ebenso auf der Agenda wie Biozide, Nanomaterialien, Mikroplastik  oder auch  Kreislaufwirtschaft.

Auf dem Kennenlern-Programm standen ein Besuch der Reichstagskuppel, ein Spaziergang unter den Linden sowie ein gemeinsames Abendessen am Gendarmenmarkt. Ausreichend Zeit zum Austausch und Netzwerken  mit den internationalen Gästen, die zum Teil erstmals  als  Gast in der deutschen Hauptstadt waren.